Bayern rüstet sich mit Millioneninvestitionen gegen den nächsten Blackout
Greta WagnerBayern wird bis Ende 2028 flächendeckend Notstromaggregate bereitstellen - Bayern rüstet sich mit Millioneninvestitionen gegen den nächsten Blackout
Bayern beschleunigt Pläne zur Stärkung der Notstromversorgung in der Region
Die Initiative folgt auf einen großflächigen Stromausfall in Berlin Anfang dieses Jahres, der Schwachstellen in der deutschen Infrastruktur offenlegte. Nun investiert der Freistaat Millionen, um sicherzustellen, dass Behörden und Rettungsdienste auch bei Blackouts funktionsfähig bleiben.
Der Schub für eine bessere Katastrophenvorsorge begann nach einem Brandanschlag am 3. Januar, durch den 45.000 Berliner Haushalte ohne Strom waren. Der Vorfall zeigte, wie anfällig kritische Infrastrukturen sind, und veranlasste Bayern zum Handeln.
Der Freistaat hat bereits 19 Notstromaggregate an Städte wie Ansbach, Erlangen und Nürnberg ausgeliefert. Bis Ende 2028 soll jede Feuerwehr in Bayerns Landkreisen und Städten mit solcher Technik ausgestattet werden. Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Investitionsprogramms: Im Rahmen des 2022 gestarteten Sonderinvestitionsprogramms Bayern 2030 für den Katastrophenschutz fließen 29 Millionen Euro in die Modernisierung.
Zusätzlich werden ab Herbst 21 mobile Netzersatzanlagen bereitgestellt, um das Technische Hilfswerk (THW) zu unterstützen. Zwar hat die Bundesregierung eine nationale Blackout-Reserve angekündigt, doch seit dem Berliner Vorfall gab es weder konkrete Schritte noch gesetzliche Anpassungen. Bayern setzt stattdessen auf eigene Lösungen – etwa die Ausstattung von Sicherheitsbehörden mit Notstromaggregaten.
Auch die Kommunen sind gefordert: Sie beschaffen Backup-Stromversorgungen und überarbeiten Notfallpläne, um im Falle eines erneuten großflächigen Ausfalls schnell reagieren zu können.
Mit den Investitionen will Bayern die Risiken bei künftigen Blackouts verringern. Während erste Systeme bereits im Einsatz sind und weitere folgen, arbeitet der Freistaat daran, Szenarien wie in Berlin zu verhindern. Die Reaktion der Bundesregierung bleibt indes unklar – regionale Initiativen bleiben damit die wichtigste Abwehr gegen Infrastrukturausfälle.






