30 November 2025, 12:10

BASF blickt mit digitaler Plattform auf NS-Vergangenheit und I.G. Farben zurück

Ein historisches Schild mit Symbolen und Text in der Mitte des Bildes.

Neue BASF-Website beleuchtet dunklen Kapitel der Geschichte - BASF blickt mit digitaler Plattform auf NS-Vergangenheit und I.G. Farben zurück

BASF hat eine digitale Plattform gestartet, um die eigene Unternehmensgeschichte aufzuarbeiten – darunter auch die Verstrickungen in die NS-Zeit. Die Initiative fällt mit dem 100. Gründungsjubiläum von I.G. Farben zusammen, dem Chemiekonzern, der 1925 mit BASF als einem der Gründungsmitglieder entstand. Parallel zur Plattform unterstützt das Unternehmen eine wissenschaftliche Konferenz, die sich mit dieser schwierigen Vergangenheit auseinandersetzt.

Die neue Plattform unter dem Titel "Erinnern. Reflektieren. Umdenken." soll am BASF-Standort Ludwigshafen eine Kultur des Gedenkens fördern. Sie bietet Interviews mit Zeitzeug:innen, Lesungen von Überlebenden des Holocaust sowie Gedenkveranstaltungen. BASF räumt Lücken in der historischen Aufarbeitung ein, möchte aber zentrale Aspekte seiner Rolle bei I.G. Farben beleuchten.

Mit der digitalen Plattform und der Konferenz setzt BASF ein Zeichen der Auseinandersetzung mit seiner historischen Verbindung zu I.G. Farben. Durch die Dokumentation von Zeugnissen und Fachdiskussionen strebt das Unternehmen ein vertieftes öffentliches Verständnis dieser Epoche an. Die Initiative ist langfristig angelegt – weitere Forschungen und Veranstaltungen sind geplant.