30 October 2025, 14:10

Arktis und Antarktis: Meereis auf historischem Tiefstand; Wattenmeer in Gefahr

Ein Schiff segelt auf dem Ozean unter einem Himmel mit Wolken und einer Sonne, mit einem Feuer auf einem Stand am oberen Bildrand.

Arktis und Antarktis: Meereis auf historischem Tiefstand; Wattenmeer in Gefahr

Arktis und Antarktis verzeichnen historisch niedrige Meereiswerte – Wattenmeer droht durch Klimawandel unterzugehen In den Jahren 2024 und 2025 wurden in der Arktis und Antarktis historisch niedrige Meereisstände gemessen, während das Wattenmeer aufgrund des steigenden Meeresspiegels durch den Klimawandel zu ertrinken droht. Die Nordsee hat sich deutlich erwärmt, mit Rekordtemperaturen an der Meeresoberfläche im Frühling 2024. Die Ozeane erwärmen sich in beschleunigtem Tempo – die Nordsee liegt bereits zwei Grad über ihrem langjährigen Durchschnitt. Diese Erwärmung begünstigt extremere Niederschläge und Überschwemmungen an Land. Seit 1993 steigt der Meeresspiegel der Nordsee jährlich im Schnitt um vier Millimeter. Besonders gefährdet ist das Wattenmeer, Heimat einzigartiger Tierarten wie Herzmuscheln, Miesmuscheln und Sandklammuscheln. Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer feiert am 1. Oktober sein 40-jähriges Bestehen. Trotz der Bedrohungen ist das UN-Hochseeabkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt in Gebieten jenseits nationaler Hoheitsgewässer noch nicht in Kraft getreten. Dafür sind Ratifikationen von 60 Staaten nötig – ein Prozess, der zwar läuft, aber bis 2026 noch nicht abgeschlossen sein wird. Die Erwärmung der Ozeane und der steigende Meeresspiegel stellen eine erhebliche Gefahr für Küstenökosysteme wie das Wattenmeer dar. Sobald es in Kraft tritt, wird das UN-Abkommen entscheidenden Schutz für diese gefährdeten Gebiete bieten. Aktuelle Entwicklungen zum Stand der Ratifikation lassen sich auf der Website der Vereinten Nationen oder über seriöse Nachrichtenquellen verfolgen.