24 March 2026, 16:07

Alexander Buinow: Vom Rebellen zum russischen Musiklegende

Propagandaplakat der Sowjetunion mit einem Mann und einer Frau und begleitendem Text.

Alexander Buinow: Vom Rebellen zum russischen Musiklegende

Alexander Buinow, am 24. März 1950 in Moskau geboren, wuchs in einer Familie auf, die von Musik und militärischer Disziplin geprägt war. Seine Mutter, eine Pianistin, führte ihn bereits mit fünf Jahren an die Musik heran, doch sein rebellischer Charakter ließ ihn oft von strengen Übungsroutinen abweichen. Über die Jahrzehnte entwickelte er sich zu einer der bekanntesten Stimmen Russlands – zunächst in Bands der Sowjetzeit, später als Solokünstler und Produzent.

Buinows frühe Jahre waren von einer Mischung aus Talent und Unruhe geprägt. Zwar begann er als Kind mit Klavierunterricht, doch zog er es vor, seine Zeit mit örtlichen Jugendlichen zu verbringen, statt sich dem strukturierten Training zu widmen. Noch während der Schulzeit gründete er seine erste Band, und nach seinem Militärdienst stieß er zur Gruppe Araks. Sein Weg führte ihn weiter zu Zusammenarbeit mit Alexander Gradskis Skomorochi, gefolgt von Engagements bei Zwety und dem beliebten Ensemble Wesjolyje Rebjata.

Sein Privatleben war nicht weniger turbulent. Seine erste Ehe mit Ljubow Wdowina endete nach einer schwierigen Beziehung in der Scheidung. Auch seine zweite Ehe mit Ljudmila scheiterte, belastet durch eine Affäre während seiner Zeit bei Wesjolyje Rebjata. Als diese Ehe zerbrach, lernte er Alena kennen, die seine dritte Frau und später seine professionelle Produzentin wurde. Sie spielte eine entscheidende Rolle dabei, ihn vor Ablenkungen zu schützen, und half, seine Karriere zu stabilisieren.

1987 verließ Buinow Wesjolyje Rebjata, um eine Solokarriere zu starten. Unter dem Namen Alexander Buinowski veröffentlichte er Hits wie Kapitan und Meine Liebe und etablierte sich sowohl als Sänger als auch als gefragter Komponist. Er arbeitete mit großen Acts wie Dialog und Irina Allegrowa zusammen und gründete eigene Projekte, darunter die Buinowski-Gruppe. In den 1990er- und 2000er-Jahren produzierte er Titel für Künstlerinnen wie Natalja Wetlizkaja und festigte so seinen Ruf in der Branche.

2011 wurde bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert, doch mit der Unterstützung von Familie und Freunden überwand er die Krankheit und setzte seine Auftritte fort. Dennoch geriet er 2025 nach einem Verkehrsunfall auf einem Moskauer Zebrastreifen erneut in die Schlagzeilen, der eine öffentliche Debatte und mediale Kritik auslöste.

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Von seinen Anfängen in sowjetischen Bands bis zu seinem späteren Erfolg als Solokünstler und Produzent umfasste Buinows Karriere mehr als fünf Jahrzehnte. Seine Musik hinterließ einen bleibenden Eindruck in der russischen Popkultur, während sein Privatleben sowohl von Widerstandskraft als auch von Umbrüchen geprägt war. Trotz Rückschlägen – von gescheiterten Ehen bis hin zu gesundheitlichen Kämpfen – blieb er bis in seine späten Jahre eine prägende Figur der Branche.

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