Agostea in Koblenz: Vom Kult-Club zur skurrilen Auktionssensation
Die legendäre Diskothek Agostea in Koblenz hat geschlossen – doch ihr Erbe lebt weiter, und zwar durch eine Reihe von Auktionen. Ende März versammelten sich Fans und Sammler, um auf ungewöhnliche Stücke zu bieten: von einer Ritterrüstung bis hin zu einer Slush-Eis-Maschine. Die Versteigerungen stoßen in ganz Europa auf Interesse, und im Mai kommen weitere Erinnerungsstücke unter den Hammer.
Die erste Auktion Ende März lockte Bieter aus Belgien, Rumänien und der Schweiz an. Darunter war auch ein Ingenieur aus Zürich, der die 500 Kilometer lange Reise nach Koblenz antrat – in der irrtümlichen Annahme, es handele sich um den gleichnamigen Schweizer Ort. Sein Gewinn? Die Slush-Eis-Maschine des Clubs.
Über 100 weitere Objekte werden in der zweiten Auktion angeboten, die noch bis zum 13. Mai läuft. Zu den Highlights zählen eine klassische Discokugel, eine Konfettikanone und ein Massagetisch. Viele dieser Stücke bleiben in Koblenz: Lokale Unternehmen haben bereits einige Andenken ersteigert, um das Gedächtnis an den Club zu bewahren.
Während die Auktionen weitergehen, ist die Zukunft des leeren Agostea-Geländes noch ungewiss. Ein gastronomisches Konzept wurde vorgeschlagen, doch über Format und Betreiber wurde noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Die Pläne für eine neue Nutzung des Ortes befinden sich noch in der Diskussion.
Die zweite Auktion bietet Fans eine letzte Gelegenheit, sich ein Stück Agostea-Geschichte zu sichern. Mit Objekten von skurril bis nostalgisch sorgen die Versteigerungen dafür, dass der Geist des Clubs weiterlebt. Derweil wartet das Gelände selbst auf ein neues Kapitel – auch wenn noch nichts offiziell feststeht.






