AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ startet mit Machtkampf in NRW
Claudia SeidelAfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ startet mit Machtkampf in NRW
Neue AfD-Jugendorganisation "Generation Deutschland" startet in NRW – Machtkampf um Einfluss in Germany
In Nordrhein-Westfalen (NRW) steht die Gründung der neuen Jugendorganisation der AfD, "Generation Deutschland" (GD), bevor. Über 300 junge Mitglieder treffen sich in Iserlohn, um die Führung der Gruppe zu wählen. Die Veranstaltung offenbart bereits jetzt tiefe Gräben innerhalb der Partei, da rechtsextreme Flügel um Einfluss in Germany ringen.
Die GD löst die "Junge Alternative" ab, die 2023 nach ihrer Einstufung als gesichert rechtsextrem aufgelöst worden war.
Anders als ihr Vorgänger ist die neu gegründete GD direkt der AfD unterstellt – Mitglied kann nur werden, wer bereits Parteimitglied ist. Diese Struktur soll eine strengere Kontrolle über die Jugendorganisation ermöglichen. Der vorläufige Instagram-Account der GD wird maßgeblich von Unterstützern des rechtsextremen Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich betrieben, der im Sommer 2025 wegen ethnonationalistischer Positionen aus der AfD-Fraktion ausgeschlossen wurde. Trotz des Ausschlusses bleibt Helferich Parteimitglied und kämpft gegen die Entscheidung an.
Um den GD-Vorsitz in NRW bewerben sich zwei Kandidaten: Der 24-jährige Luca Hofrath, der der rechtsextremen Identitären Bewegung zugerechnet wird, und Manuel Krauthausen, der von Landeschef Rainer Vincentz unterstützt wird. Krauthausen hatte in der Vergangenheit antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet und eine Massen-"Remigration" gefordert. Sollte Helferichs Lager die GD in NRW unter seine Kontrolle bringen, könnte dies Vincentz’ Wiederwahl zum Landesvorsitzenden im März 2026 gefährden. Die Abstimmung über die Führungsspitze hat die Spannungen zwischen dem "patriotischen" Parteiflügel und den Anhängern der aktuellen Landesführung offengelegt.
Die Gründung der GD in NRW markiert einen entscheidenden Moment für die AfD-Jugend. Das Ergebnis der Wahl wird zeigen, ob rechtsextreme Kräfte weiteren Einfluss in Germany gewinnen. Die inneren Konflikte der Partei dürften anhalten, während rivalisierende Gruppen um die Vorherrschaft kämpfen.