28 January 2026, 22:19

AfD-Forderung: Deutsche Fahne und strenger Kodex für alle Schulen in Baden-Württemberg

Ein historisches Dokument aus dem Jahr 1797 mit einer detaillierten Zeichnung der Schleswig-Holstein-Schule in Delmar, Deutschland, mit einem rotgedeckten, weißwandigen Haus und Text zur Beschreibung der Schulgeschichte.

AfD-Spitzenkandidat fordert mehr Disziplin im Schulalltag - AfD-Forderung: Deutsche Fahne und strenger Kodex für alle Schulen in Baden-Württemberg

Markus Frohnmaier, Spitzenkandidat der AfD in Baden-Württemberg, hat eine Reihe von Vorschlägen vorgelegt, die die Schulkultur grundlegend verändern sollen. Dazu gehören strengere Klassenregeln, ein neuer Verhaltenskodex sowie die Anbringung der deutschen Fahne in jeder Schule. Die Ideen sorgen für Diskussionen, doch eine offizielle Stellungnahme der Landesbildungsministerin steht noch aus.

Ein zentraler Punkt von Frohnmaiers Konzept ist die Forderung, dass Schülerinnen und Schüler aufstehen sollen, sobald eine Lehrkraft den Raum betritt. Dies würde, so seine Argumentation, den Respekt vor Autorität stärken und die Disziplin im Unterricht verbessern.

Ein weiterer Kernvorschlag ist die Einführung eines landesweiten Schulverhaltenskodex. Dieses Dokument soll verbindliche Verhaltensregeln und Werte festlegen, um in allen Schulen Baden-Württembergs einheitliche Standards zu schaffen.

Darüber hinaus pocht Frohnmaier darauf, dass in jeder Schule die Deutschlandflagge gehisst wird. Sein Ziel: die nationale Identität stärken und die Integration von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Hintergründen fördern.

Bildungsministerin Theresa Schopper von den Grünen hat sich zwar kürzlich mit anderen Ressortchefs ausgetauscht, doch gibt es keine Hinweise darauf, dass ihr Ministerium als direkte Reaktion auf Frohnmaiers Forderungen ein Schulgesetzbuch oder eine Schulordnung plant.

Frohnmaiers Vorhaben zielen auf mehr Disziplin, die Betonung nationaler Symbole und klare Verhaltensregeln in Schulen ab. Die Debatte liegt nun bei den Landesverantwortlichen – allen voran Ministerin Schopper –, die bisher noch keine konkreten Gegenentwürfe vorgelegt haben. Wie Baden-Württembergs Schulen künftig mit Tradition und Integration umgehen, könnte von den kommenden Entscheidungen abhängen.