AfD Brandenburg scheitert mit umstrittenem Delegiertenmodell bei Parteitagen
Admin UserAfD Brandenburg: Pläne für Delegiertenparteitag scheitern - AfD Brandenburg scheitert mit umstrittenem Delegiertenmodell bei Parteitagen
In einem umstrittenen Vorstoß versuchte die brandenburgische AfD-Landesführung, Parteitage nach dem Delegiertenprinzip einzuführen. Der von Landesvorsitzendem René Springer vorangetriebene Vorschlag stieß auf Kritik mehrerer Parteimitglieder, die dem Vorstand Elitedenken vorwarfen.
Die Entwürfe für die neue Satzung sahen unter anderem die Schaffung eines Generalsekretärspostens vor, doch besonders umstritten war der Plan, die bisher offenen Mitgliederversammlungen durch Delegiertenversammlungen zu ersetzen. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Norbert Kleinwächter verurteilte die geplante Änderung scharf und bezeichnete sie als reine "Machtpolitik", der es an sachlicher Begründung fehle.
Auch Klaus Baumdick aus dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin teilte diese Bedenken und wies Ängste vor großen Versammlungen als "fadenscheinige Ausrede" zurück. Trotz Springers beharrlicher Zielstrebigkeit scheiterte der Antrag an der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit – damit bleiben die AfD-Tag der offenen Tür vorerst für alle Mitglieder offen.
Die brandenburgische AfD-Führung hält somit am bisherigen Format der offenen Mitgliederversammlungen fest. Zwar fand der Vorschlag eine Mehrheit, doch reichte diese nicht aus, um die Satzungsänderung durchzusetzen. Die Tür für weitere Debatten über das Thema bleibt damit offen.