21 March 2026, 10:06

1&1 baut 5G-Netz aus – trotz Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur

Plakat zur Förderung des erschwinglichen Connectivity-Programms mit Text, der besagt, dass über 15 Millionen Haushalte eingeschrieben sind, um bei High-Speed-Internet zu sparen, und einem Logo.

1&1 CEO Dommermuth schließt Verkauf an Telefónica aus - 1&1 baut 5G-Netz aus – trotz Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur

Ralph Dommermuth, Chef des Telekommunikationsunternehmens 1&1, hat einen Verkauf des Unternehmens ausgeschlossen und bleibt auf den Ausbau des Mobilfunknetzes fokussiert. Das Unternehmen hat die regulatorischen Vorgaben bereits übertroffen und wird bis Ende 2025 voraussichtlich 27 Prozent der deutschen Haushalte abdecken. Gleichzeitig schwebt ein Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur über die Frequenzvergabe weiter über dem Unternehmen.

1&1 startete um 2024 Deutschlands viertes Open-RAN-5G-Netz und positioniert sich damit als Herausforderer der etablierten Anbieter Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2. Bis Anfang 2026 erreichte das Netz – eine Kombination aus eigener Infrastruktur und Vodafone-Roaming – über 25 Prozent der Haushalte und übertraf damit das regulatorische Ziel von 25 Prozent. Zudem verzeichnete das Unternehmen rund 12,5 Millionen Mobilfunkkunden, gestützt durch Investitionen in Höhe von 265 Millionen Euro allein im Jahr 2025.

Dommermuth wies Spekulationen über einen Verkauf zurück und bekräftigte sein Engagement für das Projekt. Er zeigt sich offen für Kooperationen, etwa beim gemeinsamen Nutzen von Mobilfunkmasten in ländlichen Gebieten, um den Ausbau zu beschleunigen. Das Ziel bleibt, bis Ende 2026 35 Prozent der deutschen Bevölkerung zu versorgen.

Doch die Spannungen mit der Bundesnetzagentur bestehen fort. Dommermuth kritisiert, dass die Verlängerung von Niederfrequenzbändern für etablierte Anbieter rechtswidrig sei, und hat rechtliche Schritte eingeleitet. Im Kern des Streits steht die Frage, ob die Entscheidungen der Behörde die bestehenden Anbieter unzulässig begünstigt haben.

Der Markteintritt von 1&1 hat die Branche aufgemischt und die Preise für Verbraucher gedrückt. Durch eine Mischung aus günstigen und Premium-Tarifen sowie gebündelten Breitbandangeboten hat das Unternehmen seine Position gestärkt. Dennoch steht es in hartem Wettbewerb – öffentliche Daten zu Kundenwachstum oder direkten Preisvergleichen fehlen.

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Der Netzausbau von 1&1 liegt im Zeitplan, mit dem Ziel, bis Ende 2026 eine Abdeckung von 35 Prozent zu erreichen. Der Rechtsstreit um die Frequenzvergabe bleibt indes ungelöst, während Dommermuth betont, dass das Unternehmen nicht zum Verkauf stehe. Der vierte Netzbetreiber drängt weiterhin auf Wachstum in einem hochkompetitiven Marktumfeld.

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